Rezension

Adriana Popescu: Paris, du und ich

Paris du und ich

Vielleicht kann er ja bei mir auch so sein wie er wirklich ist. Und vielleicht ist das ganze Geschrei in seinem Leben nicht so laut, wenn wir hier zusammen sitzen und essen. Das wäre zur Abwechslung bestimmt auch ziemlich gut.

Über das Buch
cbj | 352 Seiten | erschienen: 07/2016 
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Romantik pur hatte sie geplant – eine Woche Paris bei ihrem chéri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss die sechzehnjährige Emma feststellen, dass Alains »Emma« inzwischen »Chloé« heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle, aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhandengekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafés au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf ihre Art. Paris für Entliebte – mit Chillen auf Parkbänken, Karussellfahren auf alten Jahrmärkten, stöbern in schrägen Kostümläden. Doch ob das klappt: sich in der Stadt der Liebe NICHT zu verlieben?

Bibliophile Gedanken

#thepowerofblogs
drüber nachgedacht

Es war am Sonntag, als ich mitbekommen habe, dass in Die Welt ein Artikel erschienen ist, in dem nicht nur auf uns Buchbloggern allgemein, sondern auf einem bestimmten herumgehackt wurde. Das Opfer war diesmal Tobi von Lesestunden.de und das wirklich schlimme ist, dass man dem Artikel, meiner Meinung nach, nicht mal einen Sinn zu sprechen konnte. Der Autor des Artikels hat sich schlicht weg über Schreibfehler und Tobis sehr aufwendig gestaltete Statistiken lustig gemacht. Man mag zu diesen Statistiken stehen wie man möchte, ich selbst finde die Liste mit Buchbloggern sehr gut, finde es nur schade, dass es in eine Rangordnung gebracht wurde. Viel Arbeit steckt doch jedoch auf jeden Fall drin. Ehrlich gesagt frage ich mich immer noch, was Herr Reichwein dazu getrieben und ob er das nicht selbst, als Redakteur im Feuilleton, ein bisschen lächerlich findet, aber nun gut. Das eigentlich nur am Rande.

Sarah von Pinkfisch.net hat diese ganze miese Laune und Empörung, die nach diesem Artikel mal wieder im Netz herumschwirrt genutzt und sie ins Positive gedreht. Mit dem Hashtag #thepowerofblogs hat sie dazu aufgerufen zu schreiben, was alles toll ist am Bloggen und der Bloggerwelt. Außerdem sollte man unter dem Hashtag seine Lieblingsblogs verlinken, um diesen mehr Aufmerksamkeit zu kommen zu lassen.

drueber nachgedacht #thepowerofblogs

Rezension

Holly Martin: Wenn du mich fragst, sag ich für immer

Wenn du mich fragst sag ich für immer

Eine totale Bruchlandung. Scheinbar sind ein Schlangenring mit bösen roten Augen und die beigen Wände unseres engen Büros nicht gut genug für Suzie. Ich versuche es morgen wieder.

Über das Buch
Blanvalet | 416 Seiten | erschienen: 04/2016 | Originaltitel: One Hundred Proposals 
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Suzie und Harry sind die besten Freunde und Verbündete der Liebe. Denn sie betreiben eine Firma, the.perfectproposal.com, die Ehemännern und -frauen in spe hilft, den ultimativen, einzigartigen Heiratsantrag zu finden. Um das Unternehmen noch bekannter zu machen, beschließt Harry, Suzie auf hundert verschiedene Arten um ihre Hand zu bitten – nur aus Werbegründen natürlich. An exotischen Orten, auf herzerweichendste Art, an den romantischsten Plätzen der Welt: Harry legt sich richtig ins Zeug. Für Suzie heißt das allerdings, dass sie hundert Mal ablehnen muss, auch wenn alles, was sie will, Ja sagen ist …

Buchhändlerleben

Die Berufsschule ruft nach mir!

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass es jetzt tatsächlich nur noch genau eine Woche ist, bis ich mich für neun Wochen nach Frankfurt begebe. Ich habe zwar immer schon gedacht, dass es nicht mehr lange ist und freue mich bestimmt schon seit dem ich erfahren habe, wann ich zur Berufsschule gehen werde, aber heute früh fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Nur noch 7 Tage, dann wird Frankfurt mich für neun Wochen verschlucken.

Die Berufsschule ruft nach mir

Was braucht man, wenn man wieder die Schulbank drücken muss?

Das letzte Mal, dass ich zur Schule gegangen bin ist jetzt schon wieder 4 Jahre her. Also mal überlegen. Und Frankfurt ist für mich ja auch keine normale Schule, sondern mehr ein Internat. Das wird ganz schön aufregend. Ich habe mich mal im Internet und bei mir in der Thalia Filiale umgesehen, was man alles so braucht, wenn man wieder zur Schule geht. Und Waaaahnsinn, da gibt es eine ganze Menge Kram, den man angeblich so braucht. Von Radiergummies in Eulenform über glitzerndes Washi Tape und natürlich eine Millionen verschiedenener Hefte und Blöcke. Biegbare Lineale und Geodreiecke, Kritzelblöcke gegen Langeweile und Stifte, der Schrift man nur sieht, wenn man sie mit einem besonderen Licht anleuchtet. Aber was brauche ich wirklich?

Rezension

Frau Freitag: Für mich ist auch die 6. Stunde

Für mich ist auch die 6. Stunde

Irgendwann werde ich mal in voller Schülermontur meinen Unterricht beginnen. Mütze auf, Jacke an, Handschuhe, billige Kopfhörer, aus denen laute Musik zu hören ist, Rucksack auf dem Rücken, Chipstüte in der einen und 1,5 Liter Pfirsich Eistee in der anderen Hand. Dann sollen dir mir mal sagen, ob sie das nicht auch ungemütlich finden. Ach so, und wenn sie mich ansprechen, dann fummle ich natürlich erst an meinem Handy rum, bevor ich ihnen antworte.

Über das Buch
Ullstein extra | 288 Seiten | erschienen: 03/2016  
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Frau Freitag gibt in ihrem unterhaltsamen Ratgeber Tipps und Tricks, wie Lehrer, Schüler und Eltern den Unterrichtsalltag überleben. Mit Problemen im Schulalltag kennt sie sich aus. Seit über fünfzehn Jahren unterrichtet sie an Brennpunktschulen. Ihre eigene Ausbildung wird Frau Freitag nie vergessen: diese Mischung aus Panik, mangelndem Selbstvertrauen und liebevoll-chaotischen Schülern, die das Unterrichten unmöglich macht. Was nicht hilft: die Theorien der Pädagogikpäpste, die seit Jahren keine Schule mehr von innen gesehen haben. Frau Freitags Kultbestseller sind schon längst Lehrmaterial. Und jetzt hat sie den praxisnahen Ratgeber geschrieben, den sie selbst gerne gehabt hätte.

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