Rezension

Laura Newman: Anyone Dies In Paradise

anyone dies in paradise

»Verdammt noch mal!«, entfährt es mir, als ich endlich begreife, was Jenny so erschreckt hat. Jenseits der Mauer bewegt sich etwas. Auf den ersten Blick wirkt es, als wäre die Erde mit braunem Wasser geflutet worden. Als würde sich der Boden wellenartig bewegen. Doch ich brauche nur eine Sekunde, um zu begreifen, was meine Augen da sehen.

Über das Buch
Selfpublishing | 322 Seiten | erschienen: 07/2016 | Originaltitel: ADIP2 
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DIESES MAL IST DAS PARADIES EISIG!
Die Gruppe um Naya muss sich erneut enormen Herausforderungen stellen. Monate nach der nervenaufreibenden Flucht aus New York hat sich die Lage in der Welt weiter verschlechtert. Überleben ist alles, was zählt. In der winterlichen Umgebung Kanadas müssen die erfahrenen Apokalypsegänger abermals feststellen, dass sie im Grunde kaum etwas über die Krankheit und deren Hintergründe wissen. Dass die Auswirkungen der Katastrophe noch viel grausamer sind, als man es sich in seinen schlimmsten Träumen ausmalen könnte.


 

Meine Meinung
Einstieg

Gleich zu Anfang des zweiten Teils lernt man als Leser einen neuen Charakter kennen. Miles lebt in einer Siedlung namens Trust, die von einer Mauer umgeben ist. Er führt dort ein recht normales Leben, insofern dies möglich ist. Der Einstieg war echt spannend und hat mich neugierig gemacht auf den weiteren Verlauf der Geschichte, denn ich wusste, so „schön“ wie es jetzt ist, wird es wohl nicht lange bleiben. Mir hat es gefallen, dass der zweite Teil nicht genau dort ansetzt, wo der erste aufgehört hat. Nicht nur der Ort und die Sichtweise hat sich geändert, man merkt auch deutlich, dass einiges an Zeit dazwischen vergangen ist.

Schreibstil

Ich finde, dass man sehr deutlich merkt, dass eine längere Zeit zwischen dem Schreiben von „Another Day in Paradise“ und diesem zweiten Teil vergangen ist, weil der Schreibstil erwachsener wirkt, anders kann ich es leider nicht ausdrücken. Man merkt einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Teilen, was ich als positiv empfunden habe, denn auch in die ADIP Welt hat sich verändert und musste erwachsener werden. Diesmal gibt es insgesamt drei verschiedene Ich-Erzähler, eine Idee deren Umsetzung ich sehr gut gelungen fand.

Charaktere

Wer jedoch die beiden anderen Ich-Erzähler sind, müsst ihr selbst herausfinden. Ich kann euch, denke ich, schon einmal verraten, dass man einige neue Charaktere kennenlernt, aber auch alte Bekannte wiedersieht. Das war für mich ein besonders schönes Gefühl. Ohne sie wäre es auch merkwürdig gewesen. Die neuen Charaktere wurden gut in den zweiten Teil eingefügt und alte Bekannte sind erwachsener geworden. Ich mochte diesen Mix sehr.

Setting

Es war für mich nicht mehr ganz so gruselig wie im ersten Teil, was wahrscheinlich auch daran lag, dass auch die Charaktere eine gewisse Routine im Umgang mit den Deadheads bekommen haben. Trotzdem war das Setting sehr gut gestaltet, die Umweltbedinungen haben es den Charakteren nicht immer leicht gemacht und Deadheads sind einfach keine geselligen Zeitgenossen.

Verlauf

Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen, weil es nicht eine einzige Seite gab, auf der Langeweile aufgekommen wäre. Wenn es nicht gerade zu einer Kampfsituation oder einer Diskussion gekommen ist, hat mich vielleicht ein kleiner Hauch von Romantik oder Humor in seinen Bann gezogen. Hier ist der Autorin ein wirklich guter Mix gelungen, nur selten konnte man sich entspannen beim Lesen, wahrscheinlich Absicht, denn auch die Charaktere können sich nie wirklich entspannen. Wer sich entspannt ist abgelenkt und unaufmerksam und daher vielleicht schneller tot als man Deadhead sagen kann.

Ende

Nach allem, was nun in diesen zwei Büchern passiert ist, war dieses Ende ein gutes und tatsächlich befriedigendes Ende. Die Charaktere haben viel durchgemacht und manches werden sie wohl nie vergessen. Habt ihr schon mal gesehen, wie auf einem Komposthaufen eine Blume wächst? Manchmal ergibt sich aus schlechten Dingen oder Situationen auch etwas Gutes.

Fazit
Leseempfehlung

Ich hatte von diesem zweiten Teil etwas anderes erwartet und muss gestehen, dass ich anfangs nicht besonders viel Lust dazu hatte das Buch zu lesen. Wir wissen schließlich alle, wie das mit zweiten Teilen oftmals ist. Und dann kam dieses Buch und hat mich vollkommen gefesselt. Meine Erwartungen wurden zerschmettert und ich konnte mich neu auf die Geschichte einlassen und mich somit von ihr begeistern lassen. „Anyone Dies in Paradise“ ist, meiner Meinung nach, eine grandiose Fortsetzung, die man dringend gelesen haben sollte.

Kennt ihr das, eine bestimmte Erwartung an ein Buch zu haben und dann total positiv überrascht zu werden?
Erzählt mir davon!

Und hier geht’s zum ADIP2 Flashmob

5 Kommentare

  1. Hallo,

    eine tolle Rezension. Ich freue mich so, dass es nun endlich erhältlich ist und werde mir es auf jeden Fall diesen Monat kaufen.

    Einen schönen Sonntag noch
    LG
    die Yvi

    • Hallöchen,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. 🙂
      Ich habe den zweiten Teil so gerne gelesen. Also ich muss echt sagen, das ist eine verdammt gelungene Diogie. Ich mag nicht mal Zombies (bzw. Deadheads 😉 ) und habe es sehr genossen Naya und die anderen zu begleiten. Ich wünsche dir sehr viel Spaß beim Lesen.

      Liebst, Lotta

  2. Hallo meine liebe Lotta,
    ich habe mittlerweile 2 Bücher von der Autorin auf dem Tablet, aber immernoch keins gelesen. Ich glaube, ich schäme mich etwas, weil du so von ihr schwärmst. ADIP interessiert mich auch brennend, ich bin sicher, das landet auch bald auf dem Tablet 😀

    Übrigens mag ich deine neue Bewertung! Ich tue mich in letzter Zeit auch immer schwer Punkte zu vergeben, machmal ist es einfach nicht leicht, wenn man zwischen zwei Dingen steht. Ich glaube, ich sollte mein Bewertungssystem auch mal überarbeiten ^^

    Alles Liebe, Ela

    • Liebste Ela,
      ich finde es ja schon mal sehr vorbildlich, dass du Bücher von ihr auf dem Tablet hast. xD Das ist doch schon mal der erste Schritt. 😀
      Ich glaube, dass dir „Jonah“ sehr gut gefallen würde und ich denke auch, dass ADIP etwas für dich sein könnte, wenn du schon neugierig drauf bist. Das ist auch wirklich keine harte Zombie Geschichte, also auch gut aushaltbar für zarte Nerven. ^^
      Ich bin gespannt, ob das Buch mal bei dir einziehen wird.

      Ich freue mich, dass dir die neue Bewertung gefällt. Ich habe lange überlegt, aber ich denke, dass es mir so leichter fällt zu schreiben und meine Meinung zu sagen. Ehrlich gesagt, glaube ich auch nicht, dass es jemanden interessiert, ob ich nun eine eins oder eine zwei gebe. Es ist ein gutes Buch basta. 😀 Oder was? Und die, die so richtig grandios sind, die hebe ich ja noch einmal extra hervor. 😉

      Liebst, Lotta

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