Abgebrochen

Wendy Walker: Nichts ist je vergessen

Über das Buch
Nichts ist je vergessen
Scherz | 384 Seiten | 06/2016 | Originaltitel: All Is Not Forgotten
Buch, Ebook oder Hörbuch

Jenny lebt in einer Kleinstadt in Connecticut, sie ist 16 Jahre alt und wird auf einer Party brutal überfallen. Schwer traumatisiert wird ihr im Krankenhaus auf Wunsch ihrer Eltern ein Medikament verabreicht, dass sie vergessen lässt, was sie erlebt hat. Jenny hat es vergessen. Ihr Körper jedoch nicht. Sie kann so nicht weiterleben und geht zu einem Psychiater, der sich darauf spezialisiert hat verloren gegangene Erinnerungen wiederherzustellen. Langsam setzen sie die Puzzleteil das besagten Überfalls zusammen. Aber wem kann Jenny in dieser kleinen Stadt noch trauen und wie sehr lassen Erinnerungen sich manipulieren?

 

Warum abgebrochen?

Die Idee zur Geschichte fand ich wirklich spannend. Ich war ganz heiß auf das Buch als ich den Klappentext auf der Leipziger Buchmesse das erste Mal gelesen habe. Als ich dann wieder zur Arbeit gegangen bin und gesehen habe, dass wir das Buch schon als Leseexemplar da haben, habe ich es mir sofort geschnappt. Dass der Psychiater den erzählenden Part der Geschichte übernommen hat, fand ich sehr interessant. Man hat einen ganz anderen Blickwinkel auf die Geschichte bekommen als sonst, wenn die Geschichte aus der Sicht des Opfers oder vom auktorialen Erzähler erzählt wird. Aber ich habe das Buch nach 185 Seiten abgebrochen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, dass es in der Geschichte einfach nicht voran ging. Immer wenn man dachte, dass die Geschichte endlich an Fahrt aufnimmt, kam eine Phrase wie: „Aber dafür müssen wir noch einmal an Punkt XY zurück.“ Am liebsten hätte ich das Buch an die Wand geworfen. Alles wird sehr detailliert beschrieben und ausgeschmückt. Ich hatte das Gefühl, dass auf bestimmten Aspekten immer und immer wieder herumgehackt wurde und es kam einfach kein Lesefluss auf. Die Geschichte hat mich mit ihren verschiedenen Erzählsträngen überhaupt nicht fesseln können. Immer wieder sprang der Psychiater hin und her und manchmal wusste ich dann gar nicht mehr, worauf sich das eigentlich bezogen hat, was er gerade berichtet hat. Ich habe dann einfach nach hinten durchgeblättert und habe nach der Auflösung geschaut. Nun, mein Buch war das eindeutig nicht und ich bereue es nicht, es abgebrochen zu haben.

Welches Buch hat euch zuletzt so richtig gelangweilt?

Eine weitere Meinung zum Buch findet ihr hier:
Die Tipperin

9 Kommentare

  1. Also abgebrochen habe ich das Buch nicht. Mitgerissen hat es mich aber auch nicht. Die Erzählweise und Vorgriffe des Therapeuten waren sehr gewöhnungsbedürftig und oftmals eher bremsend. Das sehe ich genau, wie du.
    Wenn ich nicht an einer Leserunde teilgenommen hätte, hätte ich definitiv viel länger gebraucht, dieses Buch zu vollenden. Leider hat es nicht gehalten, was es versprochen hat.

    • So unterschiedlich sind die Geschmäcker manchmal. Aber das ist auch gut so, sonst würde man ja immer nur das Gleiche mögen und einige Autoren würden gar nichts verdienen. Es ist nur irgendwie auch schade, weil ich wirklich sehr gespannt war auf das Buch und dann .. nun ja, war das nicht so wirklich das, was ich mir erhofft hatte. Leider. Ich bewundere dich, weil du es zu Ende gelesen hast. Bis dahin hätte ich es wahrscheinlich schon gegen die Wand geworfen. Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig für solche Geschichten. o:

      Liebst, Lotta

  2. Es gibt ja zwischendurch immer wieder Bücher, die mich langweilen und die ich deshalb früher oder später zur Seite lege. Nichts ist je vergessen hatte ich ebenfalls angefangen, bin aber gar nicht so weit gekommen wie du. Ursprünglich dachte ich, dass ich es erstmal nur pausiere und irgendwann nochmal weiterlese, aber vielleicht muss ich das doch nicht so dringend..

    Liebe Grüße
    Juliana

    • Liebe Juliana,
      es ist so schade, dass dieses Buch so gar nicht überzeugen konnte. Ich hatte mich verdammt doll‘ darauf gefreut und dann tja.. Schade. Was solls. Es kann einem nicht alles gefallen, aber ich finde es schade, dass so ein Buch, was durchaus sehr vielen nicht zugesagt hat, dann so gepusht wird. Ich verstehe den Sinn darin irgendwie nicht. Thalia Buch des Monats. Ich habe mehr als einen Kunden gehabt, der mich später gefragt hat, was das für ein Mist sein soll. Schon schwierig sich da dann rauszureden.

      Liebst, Lotta

      • Da sagst du was…da kann man dann wirklich nicht viel dazu sagen. Ich kann es eigentlich nicht komplett beurteilen, weil ich es ja nur angelesen habe…und dann ist es ja auch immer noch „Geschmacksache“ und sehr von dem jeweiligen Leser abhängig. Aber weiß trotzdem was du meinst.

  3. Hey Lotta 🙂

    ach, es ist immer so schade, wenn man ein Buch abbrechen muss. 🙁 Ich hatte in letzter Zeit Glück und musste kein Buch abbrechen und es war auch keins besonders langweilig. Ich glaube, das letzte war „The Club“, aber das war ja auch nicht wirklich langweilig, sondern der Protagonist nicht nach meinem Geschmack.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du jetzt nur noch ganz viele gute Bücher liest. 😀

    Liebste Grüße,
    Tati

    • Liebe Tati,
      ich finde es ist immer ein richtig ätzendes Gefühl, wenn einem Buch so wenig zusagt, dass man es abbrechen muss. Aber es ist einfach verschwendete Zeit sich mit Büchern zu beschäftigen, die einem nicht zusagen. Ich hoffe, dass es jetzt auch mal wieder eine etwas längere abbruchfreie Zeit geben wird. Das wäre echt mal wieder nett.

      Liebst, Lotta

  4. Hallo Lotta,

    das ist wirklich schade, dass das Buch dich so enttäuscht hat. Bei mir ist es noch auf der Wunschliste. Ich bin gespannt wie ich es finden werde.

    So richtig gelangweiligt hat mich zuletzt „Projekt Luna“ von Algis Budrys. Das ganze Buch ging total am Thema vorbei und war absolut schnarchig.

    Bücher breche ich allerdings recht selten ab. Ich versuche mich immer irgendwie durchzubeißen. Bei „Metro 2033“ von Glukhovsky ist mir das allerdings nicht geglückt. Ich kann daher die Wut und Enttäuschung über sowas sehr gut nachvollziehen.

    Liebste Grüße
    Steffi

    • Liebe Steffi,
      ich habe leider schon von mehreren gehört, dass das Buch nicht ihr Fall war, einerseits muss ich ehrlich sagen, dass es mich freut, weil ich dann nicht alleie da stehe mit dieser „bösen“ Meinung, andererseits finde ich es auch schade, weil ich mir vorstelle wie blöd das für die Autorin sein muss. Ich hoffe, dass du einer der Menschen bist, der mit dem Buch etwas anfangen kann und Spaß am Lesen hat. 😀
      Die Metro Reihe habe ich nicht gelesen, aber die Idee hatte mich prinzipiell schon interessiert. Nach deiner Aussage werde ich mir das aber nochmal überlegen, ob ich das Buch lese. ^^
      Es ist tatsächlich ein wirklich ätzendes Gefühl, wenn man ein Buch abbrechen muss..

      Liebst, Lotta

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