Roman

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Rezension

Sarah Kuttner: Mängelexemplar

Mängelexemplar

So ist er, der ewige Teufelskreis. Wir achten alle nicht genug aufeinander. Wir lassen uns zu schnell von abwinkenden Händen und schiefem Grinsen und schlechten Witzen überreden, dass alles in Ordnung ist. Und glauben, dass alles in Ordnung ist. Bis irgendwann die Seele ihre fünfzehn Minuten Ruhm einfordert, und dann geht nichts mehr. Denn die Seele will mehr als den kleinen Finger. Sie will alles. Und bekommt alles.

Über das Buch
Fischer | 320 Seiten | erschienen: 01/2012
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»Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne glatte Fraktur des Schädels.«
Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Als auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr helfen, tritt sie verzweifelt und mit wütendem Humor ihrer Depression entgegen.

Rezension

Sarah Kuttner: 180 Grad Meer

180 Grad Meer

Liebe oder Hass. Ich habe beides in rauen Mengen in mir. Warum kann das nicht reichen? Warum muss gesprochen und verändert und bemüht werden? Lasst uns nehmen, was wir kriegen können, und einfach gehen, wenn es nicht genug ist. Liebe oder Verachtung. So einfach.

Über das Buch
Fischer Verlag | 272 Seiten / 358 Minuten | erschienen: 12/2015  
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Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat.

Rezension

Jocelyne Saucier: Ein Leben mehr

Ein Leben mehr

Die alte Dame mit dem luftigen Haar und den Fingern wie Spitzendecken wirkte zerbrechlich wie ein Vögelchen. Er hatte das Gefühl, er müsse nur einmal fest pusten und das Vögelchen würde von seinem Holzklotz fallen. Dieser Gedanke erschreckte ihn. Er wollte das Vögelchen nicht umpusten, er wollte es lieber zurück in sein Nest setzen. Dieser Gedanke erschreckte ihn noch mehr.

Über das Buch
Insel Verlag | 192 Seiten | erschienen: 08/2015 | Originaltitel: Il pleuvait des oiseaux 
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Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte.

Rezension

Catharina Junk: Auf Null

Auf Null

Wenn ich einem Touristen in Varrendorf etwas empfehlen müsste, wäre es das Kürbisbrot von Bäcker Meyer und dann so schnell wie möglich ein Zugticket nach Bremen.

Über das Buch
Wunderlich | 400 Seiten | erschienen: 08/2016  
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„Vielleicht ja, vielleicht nein. Lasst euch überraschen.“
Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie.
Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall es erlaubt. Aber wie soll Liebe funktionieren, wenn einem der Mut zum Leben fehlt?

Rezension

Tasmina Perry: Nur ein letzter Kuss

Nur ein letzter Kuss

»Eben«, erwiderte Dominic frei heraus. »Die Hälfte von ihnen bekommt Meinungen wie die Ihre vermutlich noch nicht einmal zu hören. Sie haben Freunde, die genauso sind wie sie, die genauso denken wie sie. Aber wie wollen Sie die Meinungen von Menschen ändern, wenn Sie ihnen keine Denkanstöße geben? Um Wellen zu erzeugen, müssen Sie einen Stein in den Teich werfen, Miss Bailey.«

Über das Buch
Berlin Verlag | 464 Seiten | erschienen: 05/2016 | Originaltitel: The Last Kiss Goodbye
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Abby Gordons Ehe ist ein Scherbenhaufen: Nachdem schon ihr Kinderwunsch nicht erfüllt wurde, stellt sich jetzt heraus, dass ihr Mann auch noch fremdgegangen ist. Was bleibt ihr anderes übrig, als ihn hochkant hinauszuwerfen und sich verzweifelt in die Arbeit zu stürzen? Zum Glück plant das Royal Cartography Institute gerade eine große Ausstellung zu den britischen Entdeckungsreisenden, und Abby hofft, die Geschichten von Himalaya-, Südpol- und Afrika-Expeditionen helfen ihr über ihren Liebeskummer hinweg. Dabei stößt sie auf das Foto einer zu Tränen rührenden Abschiedsszene zwischen einem Amazonasforscher und seiner Geliebten. Abby macht das Bild zum Mittelpunkt der Ausstellung – und sieht sich bei der Eröffnung einer überraschenden Besucherin gegenüber: Rosamund Bailey, einer Ikone des Journalismus, der Frau auf dem Foto. Als Rosamund ihr die tragische Geschichte des spurlos verschwundenen Entdeckers erzählt, fasst Abby einen wagemutigen Entschluss.

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